Nachdem Dan Krauss im Jahr 2013 bereits eine Dokumentation zum Thema drehte, folgt nun das Spielfilmdebüt als Regisseur mit The Kill Team und damit der wahren Geschichte der sogenannten Kill-Team-Morde in Afghanistan 2010. Nat Wolff macht als Andrew Briggman eine gute Figur, steht aber doch leicht im Schatten eines bärenstarken Alexander Skarsgård bei dessen Darbietung des Sergeant Deeks einem ganz anders wird, weil man hautnah mitbekommt was für ein verkommender und manipulativer Mensch der reale Calvin Gibbs gewesen sein muss. Ebenfalls positiv hervorheben muss man Rob Morrow der den Vater von Nat Wollfs Figur spielt. Auf dem Regiestuhl beweisst Krauss ein feines Händchen für Spannungsmomente und wird dabei durch die Kamerarbeit von Stéphane Fontaine und dem fulminanten Score von Zacarías M. de la Riva kongenial unterstützt.

Fazit: Knackig erzählter und dabei spannender Blick auf ein weiteres düsteres Kapitel der amerikanischen Streitkräfte im Ausland und Dan Krauss empfiehlt sich zudem für weitere Regiearbeiten.