Wenn Michael Bay am Anfang des Films erstmal über Minuten Florenz in Schutt und Asche legt ist das zwar vielleicht Bayismen in seiner bisher reinsten Form, aber auch eine ordentliche Spur zu drüber und stellenweise unangenehm. Auf der anderen Seite kann man ihm nicht absprechen auf praktische Effekte und den einen oder anderen guten visuellen Gag zu setzen, die Figuren zumindest einigermaßen interessant vorzustellen und das hindert einem dann doch am abschalten. Nach diesem Mayhem wandert 6 Underground aber auf einem guten Genreweg, die Geschichte ist irgendwie vergessenswert – irgendwas von dem Sturz eines Dikators und einem sehr großen Magneten -, aber dank der von Ryan Reynolds, Mélanie Laurent, Manuel Garcia-Rulfo, Ben Hardy, Adria Arjona und Corey Hawkins gespielten Figuren wird man über die knapp über zwei Stunden gut unterhalten und vor allem Mélanie Laurent und Manuel Garcia-Rulfo wissen mit der ganz eigenen Geschichte ihrer beiden Figuren zu überzeugen.

Fazit: Der schwächere The Losers, aber dafür der bessere Bad Boys 2: 6 Underground ist nicht das gedachte Fiasko nach dem er in seinen ersten Minuten aussah und weiß dank seinem Cast, handgemachter Action und trotz leichtem Leerlauf in einigen Momenten gut zu unterhalten und irgendwie wünsche ich mir dann doch einen Nachfolger mit dem Team.