Schon Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen aus dem Jahr 1991 hatte außer den Szenen im Einsatz, Kurt Russell und einem grandiosen Robert De Niro nicht besonders viel zu bieten, wusste aber irgendwie dann doch gut zu überzeugen. Natürlich kann man eine Fortsetzung fast 30 Jahre später kritisieren, aber wenn es einen – sehr schlechten – Jarhead 2: Field of Fire gibt – inklusive eines weiteren Nachfolgers -, warum dann nicht auch Backdraft 2? Zumindest schrieb Gregory Widen wieder das Drehbuch und mit William Baldwin und Donald Sutherland gibt es sogar zwei Darsteller aus dem Vorgänger zu sehen. Statt Kurt Russell – logisch: Seine Figur starb ja – bekommen wir Joe Anderson in der Rolle seines Sohnes zu sehen und ihm zur Seite steht Alisha Bailey als seine neue Partnerin bei der Brandermittlung. Die Chemie zwischen den beiden stimmt und sobald es um die eigentliche Arbeit in abgebranten Häusern geht, weiß der Film auch durchaus zu gefallen. Leider nimmt irgendwann ein sehr konfuser Plot mit Terroristen das Ruder in die Hand und das schwächt das Gesamterlebnis doch ein wenig. Dazu kommen noch offensichtliches CGI-Feuer und eine sauschlechte Aufnahme vor Green Screen. Dafür gibt es aus technischer Sicht Pluspunkte an Kameramann José David Montero und Komponist Randy Edelman die beide einen guten Job verrichten.

Fazit: Am Ende tatsächlich vielleicht nur minimal schwächer als der Vorgänger von Ron Howard und eine Steigerung von Gonzalo López-Gallego gegenüber z. B. seinem lauen Open Grave aus dem Jahr 2013. Typische B-Movie-Kost, aber echt besser als erwartet.