Was geschah in den 10 Tagen als die Krimiautorin Agatha Christie am 3. Dezember 1926 wie vom Erdboden verschwand und erst am 14. Dezember in einem Hotel in Harrogate wieder auftauchte? Michael Apted verfilmte die Geschichte 1979 mit Vanessa Redgrave in der Hauptrolle sowie Dustin Hoffman und Timothy Dalton unter dem Titel Das Geheimnis der Agatha Christie und mit Agatha und die Wahrheit des Verbrechens widmen sich Regisseur Terry Loane – der davor als Second-Unit-Regisseur beim Piloten zu Game of Thrones arbeitete und das Drehbuch zu Goal II – Der Traum ist Real! schrieb – sowie Drehbuchautor Tom Dalton – der mit Agatha and the Curse of Ishtar und Agatha and the Death of X zwei weitere TV-Filme mit Christie als Hauptfigur in der Pipeline hat – und bringen am Ende trotz leichter Startschwierigkeiten und mit Hilfe eines stimmigen Cast eine schöne Whodunit-Geschichte zustande in dem das Verschwinden von Christie mit dem ebenfals realen Mord an Florence Nightingale Shore zusammengeführt wird. Ruth Bradley gibt eine überzeugende Agatha Christie, während ihr Pippa Haywood als ihre Auftragsgeberin und Patentante des Opfers gut zuspielt und beide eine schöne Chemie zusammen haben. Ebenfalls überzeugen kann Charakterkopf Ralph Ineson als Detective Inspector Dicks und beweist abermals nach The Witch, Hurricane Heist und Ready Player One seine Qualitäten als Nebendarsteller. Szenenbild und Kostüme sind für so eine vergleichsweise kleine TV-Produktion natürlich nicht überwältigend, passen sich aber gut in das Gesamtbild ein.

Fazit: Gute, aber auch leicht vergessenswerte Verfilmung der es vielleicht besser zu Gesicht gestanden hätte wenn man Ruth Bradley statt die Figur der Agatha Christie lieber die der jungen Jane Marple spielen lassen und am Ende daraus eine Miniserie mit verschiedenen Fällen entwickelt hätte.