Kein Jahr ohne neuen Film von Nicolas Cage und sein erster im Jahr 2019 hört auf den Titel A Score to Settle; und wer einen abgedrehtes Actionwerk erwartet – das bekommen die Cage-Fans in diesem Jahr noch hoffentlich mit seinen restlichen Filmen Primal, Kill Chain und Running with the Devil -, wird die meiste Spielzeit über enttäuscht, denn Regisseur Shawn Ku zeigt die meiste Zeit über eine nette Vater/Sohn-Geschichte und eine am Anfang sehr schöne Romanze. Vor allem die Geschichte zwischen dem von Cage dargestellten todkranken und gerade aus dem Knast entlassenden Frank und der Prostituierten Simone (Karolina Wydra) ist Drehbuchautor John Stuart Newman echt gut gelungen und auch die Beziehung zwischen Frank und seinem Sohn Joey (Noah Le Gros) funktioniert. Zum großen Leidwesen des Films gibt es aber auch noch eine klassische Rachegeschichte und die bricht dem Film dann irgendwie fast das Genick: Die wenigen Actionszenen sind nicht wirklich gut in Szene gesetzt und dass der Film im letzten Drittel einen Twist aus dem Hut zaubert der schlicht unnötig ist – wenn auch gut verkauft – legt sich wie ein Schatten über den guten Anfang. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist der schöne reduzierte Score von John Kaefer, der aber leider ebenfalls in den Actionszenen komplett die Richtung wechselt und einen bitteren Nachgeschmack verbreitet.

Fazit: Ein vor allem am Anfang gelungenes Drama, dem aber zum Ende hin schlicht die Luft ausgeht und die falschen Akzente setzt.