Mit seinem Debüt Lights Out und Annabelle 2 zeigte David F. Sandberg schon mal gut auf, was er so auf dem Regiestuhl zu leisten fähig ist und liefert mit Abstand den besten DC-Film seit Watchmen – Die Wächter ab. Shazam! merkt man zu jeder Sekunde an, dass er sich von der fast miefigen Ernsthaftigkeit der letzten DCEU-Verfilmungen abkoppelt, sondern zum Schluss einfach eine schöne Coming-of-Age-Geschichte erzählen möchte bei der auch der Humor nicht zu kurz kommt und der im Gegensatz zu z. B. Aquaman auch jedes Mal zündet. Zachary Levi verkörpert Shazam mit einer passenden und vor allem sympatischen Mischung aus Naivität, trockenen Humor und auch einer gewissen Härte in den richtigen Augenblicken und hätte damit wohl auch perfekt in das MCU gepasst, während Jack Dylan Grazer als Freddy Freeman ebenso mit Spielfreude punkten kann wie der restliche Cast an Jungdarstellern wie Asher Angel, Grace Fulton, Faithe Herman und Jovan Armand. Es macht fast eine diebische Freude Sandberg dabei zuzusehen, wie er nicht nur spielend die humorvollen Seite des Films, sondern auch die durchaus vorhandenen gruseligen und actionlastigen Momente mit einer Leichtigkeit meistert und vor allem in einer Szene zwischen Mark Strong als Dr. Thaddeus Sivana, seinem Bruder und seinem vom John Glover dargestellten Vater nochmal deutlich aufzeigt wo seine Wurzeln liegen. Außerdem war es schön am Ende doch endlich D. J. Cotrona und Adam Brody in einem DC-Film zu sehen – waren doch beide als Superman bzw. Flash im leider durch den damaligen Autorenstreit geplatzten Justice League: Mortal von George Miller gecastet gewesen.

Fazit: Shazam! schlägt sogar einige Debüts seiner Superhelden-Kollegen aus dem MCU und ist im Kern eine wunderschöne und zu Herzen gehende Geschichte über Freundschaft und Familie mit jeder Menge Humor und man darf sich durchaus auf den nächsten Teil freuen, wenn man die hier verwendeten Zutaten weiter verwendet und durchaus vielleicht etwas verfeinert.