Black Rain und Mr. Baseball sind nur zwei Beispiele für Filme in denen die amerikanische und japanische Kultur und Mentalität aufeinanderprallen und in beiden Fällen funktioniere es sehr viel besser als bei Gung Ho von Ron Howard. Mit Ausnahme von Gedde Watanabe und Mimi Rogers verkommen alle Figuren zu Abziehbilder und fast Karikaturen, wobei die Japaner im Film deutlich besser und sympathischer erscheinen als ihre amerikanischen Kollegen. Vor allem aber kann sich Howard nicht entscheiden ob er jetzt eine Komödie mit dramatischen Tönen, oder ein Drama mit humorvollem Tönen drehen möchte und bekam das im Laufe seiner Karriere später sehr viel besser hin. Die eigentliche Geschichte ist vergessenswert und gekrönt wird das ganze von einer fast hässlich zu nennenden Kameraarbeit von Donald Peterman.

Fazit: Gung Ho ist leider ein Beweis dafür, dass Ron Howard erst ab den 90ern so richtig wusste wie man gute und bessere Filme drehen kann und ein zu recht vergessener Eintrag in seiner Filmographie und der von Michael Keaton.