James Cameron ist als Regisseur deutlich besser als in der Rolle des Drehbuchautors und Alita: Battle Angel ist mal wieder ein ganz guter Beweis für diese These: Selbst wenn sich das Buch nah an die Manga-Vorlage hält, zerfällt der Film nach einem starken und interessanten Anfang im Laufe der Spielzeit und kann nicht mehr ganz zu fesseln wie es die durch und durch sympathische Hauptfigur vielleicht verdient gehabt hätte. Die Beziehung zwischen der von Rosa Salazar dargestellten Alita und einem endlich mal mit sanfteren und menschlicheren Tönen spielenden Christoph Waltz als Vaterersatz Dr. Dyson Ido weiß zu gefallen und zu rühren, aber die Liebesgeschichte zwischen Alita und Hugo (Keean Johnson) kann dies fast zu keiner Sekunde. Auch auf dem Papier interessante Figuren wie die von Jennifer Connelly und Mahershala Ali verkommen zu nichtssagennden Randnotizen, auch wenn Ali einen eindrucksvollen Ersteindruck auf seine Interpretation von Blade gibt. Robert Rodriguez macht ebenfalls einen guten Job und beweist, dass er auch mit einem hohen Budget hantieren kann und mit viel Herzblut an der Sache ist; und auch wenn er betont einen James-Cameron-Film drehen zu wollen, funktionieren auch die kleinen typischen Rodriguez-Momente wie eine wunderbare Bar-Schlägerei und Jeff Fahey als Hundebesitzer.

Fazit: Ähnlich wie bereits Ghost in the Shell kann auch Alita: Battle Angel sein vorhandenes Potenzial nicht voll ausschöpfen, weiß aber doch vor allem am Anfang sehr zu unterhalten und vielleicht kann man sich ja doch dank dem starken Einspielergebnis in China auf ein weiteres Abenteuer von Rosa Salazar als Alita freuen.