Wenn man merkt, dass die beiden Autoren von Hunter’s Prayer davor unter anderem für die Drehbücher von Terminator 3 – Rebellion der Maschinen, Terminator: Die Erlösung und Catwoman verantworklich waren, kann man seine Erwartungen schon mal etwas nach unten schrauben. Am Ende war der Film von Jonathan Mostow zwar nicht das gedachte Desaster, aber vor allem durch einen stellenweise dilettantischen Schnitt – nicht nur in den krude geschnittenden Action-Szenen – und einer vergessenswerten Story mit fast schon gigantischen Logiklöchern fühlen sich die 90 Minuten generische Thriller-Unterhaltung an wie deutlich über 120 Minuten. Was den Film aber durchaus rettet, ist die Chemie zwischen Sam Worthington und Odeya Rush – an dessen Szenen man durchaus Freude haben kann – und Allen Leech als wunderbar schmieriger Gegenspieler. Der Rest ist durchwachsene Thriller-Kost von der Stange.

Fazit: Für eine gute Szene bekommt man drei weniger gute und Hunter’s Prayer ist recht schnell wieder vergessen, wenn der Abspann läuft. Dabei hat Mostow 20 Jahre vorher mit Breakdown durchaus gezeigt, dass er sehr gute Thriller mit einer einfachen Story und überschaubaren Budget abliefern kann.