Eine Sache kann man Paul Feig bei seinem ersten Ausflug in das Thriller-Genre nicht absprechen: Ein gutes Auge für Optik und Stil. Auch fügen sich Anna Kendrick und vor allem Blake Lively – stets gekleidet in einer fantastischen Garderobe – wunderbar in das Gesamtprodukt ein. Sogar die eigentliche Geschichte ist bei aller Vorhersebarkeit und Bekannheit durchaus spannend. Leider möchte es aber auch nicht wirklich zünden und so fühlen sich die satirischen Seitenhiebe auf das Genre eher wie störende Fremdkörper an und man wünscht sich Feig hätte besser einen reinrassigen Thriller abgedreht, als eine Fast-Parodie auf Gone Girl.

Fazit: Paul Feig zeigt dass er mehr kann als Komödien – wobei nicht zu vergessen ist, dass er sein Regiedebüt 2003 mit dem Drama I Am David feierte – und inszeniert mit sicherer Hand und zwei starken Hauptdarstellerinnen. Am Ende bremst sich Feig aber dadurch selbst aus, dass er seinen Thriller mit nicht immer passenden Gags würzt und das Tempo – wie auch die Stimmung – zu sehr ausbremst.