A BEAUTIFUL DAY IN THE NEIGHBORHOOD (Marielle Heller)

Mit The Diary of a Teenage Girl und vor allem Can You Ever Forgive Me? legte Marielle Heller schon mal gut vor und das kann man schon als gutes Vorzeichen für Tom Hanks sein – der in dem Biopic den populären Fernsehmoderator Fred Rogers verkörpert – nach 18 Jahren wieder eine Oscar-Nominierung zu erhalten. Aber man muss auch beachten, dass er selbst mit Filmen wie Captain Phillips, Die Verlegerin und Saving Mr. Banks in den letzten Jahren an der Oscar-Hürde scheiterte.


FORD V. FERRARI (James Mangold)

Seit Jahren in Entwicklung – zuerst wurde Michael Mann als Regisseur gehandelt, dann Joseph Kosinski -, verlässt der Film über das Duell zwischen Ford und Ferrai während dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1966 unter der Regie von James Mangold endlich die Produktions-Garage und bietet mit Matt Damon als Carroll Shelby, Christian Bale als Rennfahrer Ken Miles, Jon Bernthal als Lee Iacocca und Josh Lucas als Leo Beebe einen interessanten Cast. Ob es am Ende für die Awards Season reicht bleibt abzuwarten, aber zu wünschen wäre es allen.


LITTLE WOMEN (Greta Gerwig)

Nach Lady Bird könnte Greta Gerwig einen Stein im Brett bei der Academy haben, der klassische Stoff von Louisa May Alcott ist Oscar-Material pur – alle drei großen Produktionen erhielten Oscar-Nominierungen: Vier Schwestern 1933 mit drei Nominierungen, Kleine tapfere Jo 1949 mit zwei Nominierungen und Betty und ihre Schwestern 1994 mit ebenfalls drei Nominierungen – und der Cast spricht ebenfalls für sich: Emma Watson, Meryl Streep, Saoirse Ronan, Florence Pugh, Eliza Scanlen, Timothée Chalamet, Laura Dern, Bob Odenkirk, James Norton und Chris Cooper.



ONCE UPON A TIME IN HOLLYWOOD (Quentin Tarantino)

Es wäre einfach ein Wunder, wenn die Academy den neunten Film von Quentin Tarantino ignorieren würde. Nicht bei dem Cast, nicht bei dem Thema und vor allem nicht bei dem Filmtitel!



ROCKETMAN (Dexter Fletcher)

2019 Bohemian Rhapsody und 2020 Rocketman?


THE GOLDFINCH (John Crowley)

Alleine dass Roger Deakins die Kamera führt sollte schon aufhorchen lassen. Außerdem hat John Crowley mit Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten mehr als eindrucksvoll bewiesen, dass er emotionale Stoffe stark auf die Leinwand bringen kann. Mal abwarten, was am Ende dabei heraus kommt.


THE IRISHMAN (Martin Scorsese)

Mit Silence strauchelte Martin Scorsese zuletzt, aber sein Herzprojekt – neben dem Biopic über Frank Sinatra – mit den wiedervereinten Robert De Niro, Al Pacino und Joe Pesci, sowie Harvey Keitel, Anna Paquin, Bobby Cannavale und Ray Romano und einem Drehbuch von Steven Zaillian dürfte wieder größere Chancen bei den Awards haben.


THE LAST THING HE WANTED (Dee Rees)

Dee Rees widmet sich der Geschichte der Journalistin Elena McMahon deren Verwicklungen in Zentralamerika später die Iran-Contra-Affäre auslöste. Toll besetzt mit Anne Hathaway, Ben Affleck und Toby Jones und mit Rees jemandem auf dem Regiestuhl die auf jeden Fall in den Fokus der Academy rücken sollte.


THE PERSONAL HISTORY OF DAVID COPPERFIELD (Armando Iannucci)

Armando Iannucci (The Death of Stalin) widmet sich dem Klassiker von Charles Dickens und vor allem Dev Patel sollte man im Rennen als bester Hauptdarsteller im Auge behalten. Dazu gesellen sich noch Tilda Swinton, Ben Whishaw, Hugh Laurie, Gwendoline Christie, Benedict Wong und Peter Capaldi.



THE REPORT (Scott Z. Burns)

Regiedebüt von Scott Z. Burns der such vor allem durch seine Mitarbeit an den Drehbüchern zu Das Bourne Ultimatum, Der Informant!, Contagion, Side Effect und Vor uns das Meer einen Namen machte und neben Adam Driver, Annette Bening, Jon Hamm, Ted Levine, Maura Tierney, Michael C. Hall, Jennifer Morrison und Tim Blake Nelson einen mehr als großartigen Cast und eine politisch aufgeladene investigative Geschichte zu bieten hat.