Das Budget stieg im Vergleich zum Erstlingswerk El Mariachi von 7.000 Dollar auf 7 Mio. Dollar, statt Carlos Gallardo – der am Ende trotzdem auch noch einen Auftritt hat – wird der Mariachi von Antonio Banderas verkörpet und Desperado ist vor allem eine Sache: Wuchtiger in allen Belangen. Es gibt eine großartige – an den HK-Filmen von John Woo angelehnte – Schießerei in einer Bar, eine weitere auf einer staubigen Straße in deren Verlauf Raketen aus einem Gitarrenkoffer abgeschossen werden, Danny Trejo darf einige Messer in Körpern versenken und die musikalische Untermalung von Los Lobos passt ebenso perfekt wie die Lieder von Carlos Santana und Tito & Tarantula. Antonio Banderas war vielleicht nie wieder so cool wie in diesem Film, Joaquim de Almeida gibt einen ultra-charismatischen Bösewicht, die kurzen Szenen von Steve Buscemi, Cheech Marin und Quentin Tarantino würden einfach jeden Film bereichern und auch Salma Hayek weiß zu gefallen. Natürlich handelt sich es auch bei Desperado um einen Low-Budget-Film, aber wie sagt Robert Rodriguez im Audiokommentar zu schön: Es ist auch eine Kunst 7 Mio. Dollar wie 30 Mio. Dolalr aussehen zu lassen.

Fazit: Größer, wilder und auch besser als sein Vorgänger.