In der Vergangenheit gewannen auf dem 2002 von Robert De Niro und Produzentin Jane Rosenthal ins Leben gerufenen Tribeca Film Festival unter anderem Felicity Huffman, Zoe Kazan, Carice van Houten, Ciarán Hinds und Paul Schneider, aber auch deutsche Schauspieler wie Jürgen Vogel 2006 für Der freie Wille, Sibel Kekilli für Die Fremde 2010 – der auch den Preis für den besten Film gewann – und 2017 Marie Leuenberger für Die göttliche Ordnung in den Darstellerkategorien ausgezeichnet. Als bester Film wurde z. B. 2008 So finster die Nacht von Tomas Alfredson ausgezeichnet.

In diesem Jahr wurden unter anderem Diane von Kent Jones als bester US-Film – seit 2017 wird zwischen inländischer und ausländischer Produktion unterschieden – und das beste Drehbuch, Alia Shawkat in Duck Butter als beste Darstellerin, Jeffrey Wright in O.G. als bester Darsteller ausgezeichnet. In den internationalen Kategorien gewannen Smuggling Hendrix von Marios Piperides den Hauptpreis, während Joy Rieger für Virgins und Rasmus Bruun für The Saint Bernard Syndicate bei den Darstellern die Preise mit nach Hause nehmen durften.


DUCK BUTTER (Miguel Arteta)

Alia Shawkat und Victoria-Hauptdarstellerin Laia Costa möchten innerhalb von 24 Stunden in jeder Stunde einmal miteinander schlafen um einen neuen Blick auf Partnerschaft, Liebe und Intimität zu bekommen: In der Kombination der beiden Hauptdarstellerinnen und einem Nebencast rund um Mae Whitman, Hong Chau, Kumail Nanjiani, sowie Mark Duplass und Jay Duplass könnte Miguel Arteta nach einer leichten Durstsrecke mit dem schwachen Youth in Revolt, dem soliden Die Coopers und dem doch guten und unterhaltsamen Willkommen in Cedar Rapids wieder eine Perle wie The Good Girl gelingen – der 2017 veröffentliche Beatriz at Dinner mit Salma Hayek in der Hauptrolle hat z. B. auch noch keinen deutschen Startermin.



MARY SHELLEY (Haifaa Al-Mansour)

Das Mädchen Wadjda-Regisseurin Haifaa Al Mansour dreht mit Mary Shelley ihren ersten englischsprachingen Spielfilm und vor allem aus Sicht seiner Darstellerinnen Elle Fanning, Bel Powley und Maisie Williams ist der Film ziemlich interessant besetzt.



STATE LIKE SLEEP (Meredith Danluck)

Vor allem wegen seiner Besetzung mit Katherine Waterston, Michael Shannon, Luke Evans und Michiel Huisman sollte der Film mal einen Blick wert sein.



THE SEAGULL (Michael Mayer)

14 Jahre nach Ein Zuhause am Ende der Welt und 12 Jahre nach Flicka – Freiheit. Freundschaft. Abenteuer. dreht Michael Mayer mit The Seagull seinen dritten Spielfilm der unter anderem mit Annette Bening, Saoirse Ronan, Corey Stoll, Billy Howle, Elisabeth Moss und Mare Winningham aufwarten kann. Dürfte von der Geschichte her wieder mehr in die emotionale Schiene wie sein Erstlingswerk fallen und bleibt auf jeden Fall mal auf meinem Radar.



WOMAN WALKS AHEAD (Susanna White)

In Deutschland wohl unter dem Titel Die Frau, die vorausgeht laufend, erzählt Woman Walks Ahead die Geschichte von Caroline Weldon die sich als Vertraute und Privatsekretärin von Sitting Bull für die Rechte der amerikanischen Ureinwohnern einsetzte. Jessica Chastain ist immer einen Blick wert und hat bei mir fast blindes Vertrauen, dazu noch Sam Rockwell, Ciarán Hinds sowie Michael Greyeyes als Sitting Bull könnte in der Theorie ziemlich starke Kost werden. Leider hat Susanna White zuletzt mit Verräter wie wir einen von der Geschichte und vom Cast interessanten Stoff nicht richtig in den Griff bekommen und einen soliden – aber auch fast einschläfernden – Film abgeliefert.

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