Das Team hinter der Comedy Central-Serie Workaholics – Darsteller Blake Anderson, Adam DeVine und Anders Holm sowie Regisseur Kyle Newacheck der mit den dreien auch das Drehbuch verfasste – versucht sich an einer Comedy-Variante von Stirb langsam und vergisst dabei leider eine ganz wichtige Sache: Den Humor. Zwar gibt es durchaus den einen oder anderen Lacher, aber die meisten Gags sind flach mit einer Ausrichtung weit unterhalb der Gürtellinie oder vielleicht auch einfach auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten. Denn anders kann man die oft eingestreuten Peniswitze nicht erklären.

Die Story ist dabei schlicht rudimentär: Terroristen überfallen ein Hotel und drei Freunde – die im Hotel als „Mädchen für alles“ arbeiten – müssen das Schlimmste verhindern. Garniert wird das ganze wie schon erwähnt mit selten zündenden Gags, aber zumindest einem spielfreudigen Cast die den Film vor dem kompletten Absturz bewahren: Die Chemie zwischen DeVine, Anderson und Holm gefällt und kaum auszudenken wie gut es dem Film getan hätte, wenn man weniger Brachialhumor benutzt hätte.

Aber auch auf der Seite der Bösewichte kann das Casting durchaus überzeugen: Neal MacDonough ist ja eh reserviert für solche Rollen und spielt sie vielleicht inzwischen zu routiniert herunter, auch wenn er immer wieder kleine Anzeichen von Selbsthumor und -karikatur zeigt, was ihm sehr gut steht. Daneben macht auch Rhona Mitra – die seit ihren Hauptrollen in Doomsday – Tag der Rache und Underworld – Aufstand der Lykaner vor 10 Jahren eh wieder von der großen Leinwand verschwunden war – einen ganz gute Figur und garniert wird das ganze mit Cameos von Steve-O, Donald Faison, Fred Armisen oder auch Sugar Lyn Beard und Joel McHale. Diese Cameos sind dann tatsächlich auch die guten Gags im Film.

Was die Action angeht: Die Bluteffekte sind CGI und streng genommen gibt es neben einigen Shootouts nur eine richtige Actionszene wenn unsere drei Hauptdarsteller versuchen zwischen zwei Gebäuden des Hotels hinübergleiten. Der Rest besteht als schalen Gags die nur selten ihr Ziel treffen.

Fazit: Wenn die Cameos fast das Lustigste an einem Film sind, haben die Macher etwas falsch gemacht und auch die Chemie zwischen den drei Hauptfiguren können Game Over, Man! nicht auf ein zumindest annehmbares Level tragen. So bleibt am Ende ein weiterer gescheiterter Versuch von Netflix eine gute Komödie hervorzubringen.

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