Robert Pattinson bleibt seinem 2012 mit Bel Ami und Cosmopolis eingeschlagenen Weg treu lieber kleine und künstlerische Filme als große Hollywood-Produktionen zu drehen und auch wenn Good Time von den Brüdern Benny Safdie und Josh Safdie nicht die Klasse des vorherigen Films von Pattinson erreicht – The Lost City of Z – weiß vor allem der Hauptdarsteller abermals mehr als nur zu überzeugen und liefert seine beste Leistung nach The Rover ab.

Die zweite große Stärke neben Pattinson ist der Electronic-Score von Daniel Lopatin aka Oneohtrix Point Never der neben dem pumpenden und treibenden auch die ruhigen Momente perfekt musikalisch untermalt. Generell lebt der Film vor allem durch seine fiebrige Grundatmosphäre und lässt immer wieder vergessen, dass die eigentliche Geschichte leider nicht die beste oder spannendste ist, sondern eben Genre-Durchschnitt. Auch der restliche Cast neben Pattinson wirkt etwas hinten dran, obwohl sowohl Regisseur Benny Safdie als geistig zurückgebliebener Bruder der Figur von Pattinson wie auch Taliah Webster ihre Arbeit mehr als gut machen. Aber sowohl Jennifer Jason Leigh wie auch Barkhad Abdi machen leider nicht viel aus ihren Figuren und vor allem Abdi wirkt mehr als blass in seiner Rolle.

Fazit: Wenn die Stimmung und der Hauptdarsteller aus einer generischen Story doch einen guten Film herauskitzeln: Good Time ist ein fiebriger Trip durch die Abgründe von New York in dem Robert Pattinson wieder mal glänzen darf und der Score von Oneohtrix Point Never bleibt länger im Gedächtnis als die Geschichte.

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