Man kann schon sagen, dass Stuart Gordon unter Genre-Liebhaber einen mehr als wohlklingenen Namen besitzt, drehte er doch Filme wie Re-Animator, From Beyond – Aliens des Grauens oder auch Fortress – Die Festung. Für die Anthologieserie Masters of Horror drehte er in der ersten Staffel die Folge H. P. Lovecraft’s Dreams in the Witch-House und auch für die zweite Staffel kehrte er wieder zurück: Mit der Verfilmung der Edgar Allan Poe-Kurzgeschichte The Black Cat.

Aus dem Ich-Erzähler der Kurzgeschichte macht Gordon kurzerhand Edgar Allan Poe selbst und besetzt die Rolle mit Jeffrey Combs der schon die Hauptrolle in Re-Animator und From Beyond – Aliens des Grauens spielte. Dazu gesellt sich außerdem noch Elyse Levesque die Virgina Poe verkörpert. Zu dem sehr überschaubaren Cast passt auch dass sich The Black Cat eher wie ein intimes Theaterstück anfühlt: Es gibt wenige Sets und der Fokus liegt die meiste Zeit auf seinem Hauptdarsteller Combs. Dieser trägt den knapp 60 Minuten dauernden Film dann auch mit charismatischer Leichtigkeit und wie schon bei Herbert West in Re-Animator ist es eine wahre Freude Combs zuzusehen wie seine Figur immer mehr dem Wahnsinn verfällt.

Gordon folgt der Kurzgeschichte, verfeinert das Ganze aber mit einem sehr schönen Abschluss und technisch unterstrichen wird das alles von stimmigen Bildern von Jon Joffin der bei insgesamt 10 Geschichten von Masters of Horror die Kamera führte. Das Produktionsdesign ist ebenfalls gelungen und fügt sich nahtlos in den liebevollen Gesamteindruck der Produktion ein. Zugegeben: Natürlich kommt The Black Cat nicht an den großartigen Re-Animator heran, aber gut unterhalten fühlt man sich trotzdem.

Fazit: Eine gruselige Schauergeschichte mit einem stark aufspielenden Jeffrey Combs und einer schönen Optik. Damit gehört The Black Cat ganz klar zu den guten Vertretern der Masters of Horror-Beiträgen.

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