Wenn Ghosts of Mars als der schlechteste Spielfilm von John Carpenter gilt, dann ist die Masters of Horror-Episode Pro-Life – Des Teufels Brut das schlechteste Gesamtwerk seiner Karriere. Hat Ghost of Mars zumindest noch einen witzigen Charme von Trash, ist Pro-Life – Des Teufels Brut einfach nur Trash. Die Geschichte einer jungen Frau die in einer Abtreibungsklinik landet, während ihr Vater mit Unterstützung seiner Söhne versucht in das Gebäude reinzukommen hat zwar auf dem Papier Potenzial, wird aber von Carpenter dermaßen lustlos und vor allem billig erzählt, dass man sich die meiste Zeit wie als Zeuge bei einem schrecklichen Unfall auf der Autobahn fühlt.

Der sehr kleine Cast mit Caitlin Wachs, Emmanuelle Vaugier, Mark Feuerstein und Ron Perlman in den wichtigsten Rollen spielt zwar bemüht, aber auch sie können nicht verhindern dass der Film nach einem eigentlich ganz in Ordnung anfühlenden Anfang sehr schnell klar wird dass das hier eine ganz miese Nummer wird. Nicht nur sehen die von Attila Szalay geschossenen Bilder unglaublich billig aus, auch das Drehbuch von Drew McWeeny und Scott Swan weiß gar nicht was es eigentlich sein möchte: Body-Horror? Abtreibungsdrama? Actionfilm? Am Ende ist es von allem ein bisschen, aber der Mix so ungenießbar, dass man nur ausschalten möchte.

Die Filme von Carpenter hatten oft einen leicht trashigen-Charme, aber hier grenzt es fast schon an komplette Selbstaufgabe seinerseits. Selbst der komplett sinnlos ausufernden Shootout ist so undynamisch in Szene gesetzt, dass man sich fragt warum man Carpenter für die zweite Staffel von Masters of Horror nicht endlich mal ein gutes Drehbuch zur Verfügung gestellt hat, denn schon Cigarette Burns – ebenfalls geschrieben von Drew McWeeny und Scott Swan – hatte zwar eine gute Grundidee, die aber nicht voll zum Tragen kam. So bleibt am Ende ein Disaster erster Güte mit einem komplett verschwendeten Cast.

Fazit: Wenn der Titel Programm ist, denn Pro-Life ist tatsächlich des Teufels Brut.

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