In der Marketinggeschichte gleicht Cloverfield 1 zu 1 Blair Witch Project: Erzeuge im Internet einen Hype und erzähle so wenig wie möglich über den Film an sich. Die Leute werden dann schon aus purer Neugierde die Kinosäle stürmen. Nur dass am Ende das Ergebnis bei beiden Filmen zwar solide, aber auch weit hinter dem Hype zurückbleibt. Aber zumindest gibt es bei Cloverfield eine Phase in dem der Film von Matt Reeves tatsächlich gut ist.

Diese wirklich spannenden und toll in Szene gesetzte Phase startet mit dem Angriff auf New York und der Flucht der von Michael Stahl-David, T.J. Miller, Mike Vogel und Lizzy Caplan dargestellten Figuren und endet in dem Augenblick wo sich die übriggebliebenen entscheiden Beth (Odette Yustman) aus ihrem Apartment zu befreien: Hier stimmt die Inszenierung von Reeves mit kurzen Spannungsmomenten, einer schön dynamischen Kamera und wuchtigem Sound Design. Leider ist der Anfang mit der Überraschungsparty viel zu lang geraten, man kann bis auf die Figur von Lizzy Caplan mit niemandem wirklich mitleiden und mit der Befreiungsaktion für Beth trudelt der Film dann wieder in die anfängliche Bedeutungslosigkeit.

Fazit: Wenn der Hype größer als der Film ist: Ein guter Mittelteil kann nicht von einem schwachen Anfang und Ende hinwegtrösten und vom Cast kann nur Lizzy Caplan überzeugen. Aber zumindest konnte sich mit Cloverfield Matt Reves für größere – und bessere – Projekte empfehlen.